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Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf genannt marca Buochinebah im
Frankenland, doch geboren wurde ich viel weiter im Norden…- es ist lange
her und so war ich noch jung, als ich das letzte Mal in meiner Heimat
war, doch ich erinnere mich, dass der Ort im Osten Schwedens in der
Provinz Södermanland irgendwo am Flüsschen Eskilstunaån zu finden sein
muss. Meine Mutter starb früh. Und mein Vater, der Dreckskerl wäre ihr
besser schnell gefolgt, denn kaum hatte er seine letzten Münzen
versoffen, verkaufte er mich doch, aus einer Laune heraus, als Sklavin
an einen Händler. Dieser brachte mich auf sein Schiff und nahm mich mit
in den Süden. Die Reise dauerte einige Monate und führte übers Meer und
große Flüsse bis ins Frankenland. Dort wurde ich an einen älteren
Bauern verkauft, dessen Hof lag in Buochinebah, einem kleinen Weiler im
Westen von villa Erlangon. Da der Bauer alleine war – seine Frau war
schon vor vielen Jahren im Kindbett gestorben – und mit dem Alter nicht
mehr richtig schaffen konnte, kaufte er sich ein ordentliches Dienstvolk
zusammen. Mit den Jahren wurde der alte Bauer gebrechlich und krank.
Kurz vor seinem Tod schenkte er uns allen die Freiheit. Ich hatte mich
in der letzten Zeit dort mit einem der anderen Sklaven, Sönke,
angefreundet. Ihn traf ich bald wieder – ich hatte mich mit allerhand
Tagwerk durchgeschlagen, musste aber den kommenden Winter fürchten, da
ich noch immer kein Dach über dem Kopf hatte und niemand einer früheren
Sklavin Obdach oder Arbeit geben wollte. Sönke erzählte mir von dem
Lager der Fahrend’ Leut’, einem bunten Haufen Reisender aus aller Herren
Länder, die ganz in der Nähe die Zelte aufgeschlagen hatten. Von Neugier
gepackt besuchte ich sie an diesem und auch jedem folgenden Abend, den
sie dort lagerten und zog schließlich mit ihnen!
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