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| Anika | ||
| Dargestellte Person: |
Ehefrau
des Kastellans von Hohestete Edelmagd der Grafen von Truhendingen |
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| Dargestellte Epoche: | Beginn des 13. Jahrhunderts | |
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Im Jahre unseres Herren 1188 anno Domini
wurde ich im Alter von 11 Jahren als Edelmagd an den Hof der
Edelfreien und Grafen von Truhendingen befohlen. Welch ein Glück, da ich
aus bürgerlichem Hause stammte und mein Vater,
welcher ein Kaufmann in der Reichsstadt
Norenberc ist , muss wohl über ausgezeichnete Beziehungen verfügen. Nach
zehn glücklichen Jahren wurde ich von einem auf den anderen Tag, scheinbar aus
politischen Interessen, in das Gästehaus des Grafen Eckbert von Andechs
und Meranien befohlen, um bei Besuchen seiner
Schwester ihr aufwarten zu können. Dort lernte ich auch meinen heutigen
Gemahl kennen, welcher sich oft in der Nähe des Grafen aufhielt. Die
Tage in Babenberch waren eintönig und von vielen Stickarbeiten für
den Dom geprägt und so kommt man schon leicht auf unkeusche Gedanken. Als ich
unverheiratet ein Kind erwartete, viel ich in Ungnade beim Grafen
Eckbert, dem neu ernannten Bischoff. Natürlich hielt ich vor ihm geheim wer der Vater war,
konnte es aber so geschickt arrangieren, dass er mir den Segen zur Hochzeit mit
mit dem leiblichen Kindsvater gab. Derweil verbringe ich die Tage in der
alten Burg in Hohestete, wo mein Gemahl als Kastellan eine Stellung
erhalten hat und führe dort den Haushalt. Nach einer weiteren
Niederkunft, es war noch ein Sohn, sehe ich mit Argwohn auf diesen
"Alten Templer", bei dem mein Mann sich immer öfters aufhält. Dieses
Gerede vom glorreichen Kreuzzug gegen die Heiden und von der "Heiligen
Aufgabe eines jeden rechten Mannes" kann
ich nicht mehr hören. Er will doch nur von meinem Mann, dass er sich
verpflichtet um gegen die Heiden im Heiligen Land zu kämpfen.
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